Im Herzen Düsterlands speit ein gigantischer Vulkan seit Generationen Rauch und Feuer. Die Sonne ist selten zu sehen, doch die Wärme ihrer Strahlen dringt durch die rauchverhangenen Himmel. Und ebenso düster wie die Welt in diesen Tagen ist, sind die Herzen ihrer Bewohner.

Das zentrale Gebirge der Düsterlande wird von den Ehernen Steinen gebildet. Dieses karge Gebirge ist das Stammgebiet vieler Barbarensippen. Sie pflegen einen halbnomadischen Lebensstil, der sie im Sommer in höher gelegene Täler führt und im Winter wieder in die tieferen Lagen bringt. Alt eingesessene Sippen wechseln häufig nur zwischen zwei Tälern. Städte oder Dörfer gibt es im Gebirge keine.
An die 800 Vulkane liegen verstreut im gesamten Gebirge. Der höchste, Blizzareths Mund, stößt beständig gigantische Mengen Rauch aus, die dafür sorgen, dass die Düsterlande ihren Namen verdienen. Die meisten rauchen ein bisschen und verströmen recht gleichmäßig ihr heißes Blut in die Umgebung. Doch gibt es auch launischere Vulkane, die ein bis zwei Mal im Jahr von heftigeren Eruptionen geschüttelt werden.
Die hoch gelegenen Täler oberhalb der Schneegrenze sind oft nicht ganzjährig unter Eis und Schnee verborgen. Dadurch gedeihen dort viele Pflanzen und Tiere. Trotzdem machen grimmige Frostperioden das Leben hart.
In den südlichen Ausläufern gibt es viele Täler, in denen sich hohe Temperaturen stauen. Diese bilden das andere Extrem zur eisigen Kälte der höheren Lagen.
Berge wie Täler liefern reichhaltige Vorräte an Erzen, edlen Steinen und Metallen. Viele Barbarenstämme beuten sie aus um Werkzeug und Waffen herzustellen oder mit den umliegenden Zivilisationen Handel zu treiben.
| Nord-Süd-Ausdehnung | ~300 km |
|---|---|
| Ost-West-Ausdehnung | ~900 km |
| Höchster Gipfel | 10.020 m (Eiswindspitze) |
| Höchster Vulkan | 6263 m (Blizzareths Mund) |
| Höchstes Tal | 4511 m (Tal der Grauen Bären) |
| Schneegrenze | ~4000 m |
| Niedrigste Temperatur | -38° C (Tal der Grauen Bären) |
| Höchste Temperatur | 52° C (Feuerbachtal) |
Diese Stadt ist ein Knotenpunkt. Dort stoßen die Ehernen Steine auf Shempareths Reich, die Kalari auf die Shuarischen Dschungel. Dies ist die größte Metropole der Düsterlande. Sie ist Zentrum militärischer, intellektueller, spiritueller und kultureller Macht. Waren und Menschen gleichermaßen aus aller Herren Länder strömen hier in einem unvergleichlichen Schmelztiegel zusammen.
Und sie ist ein Stadtstaat. Unabhängig und frei - ganz im Gegensatz zu vielen ihrer Bewohnern, die ein Sklavendasein fristen.
Zum Leben in der Stadt siehe in "Legende von Eisen und Leder I" die Abschnitte 0048, 0051, 0064, 0068 und 0070.
Südlich der Ehernen Steine dehnt sich die Kalari-Wüste aus. Der fruchtbarste Teil dieses Landstriches sind die Ausläufer der Ehernen Steine, wo kleinere Bäche und Flüsse austreten, um sich in den drei Strömen Tigra, Euphris und Nal zu vereinen. Diese drei Ströme durchschneiden die Kalari und teilen sie in vier größere Reiche (von West nach Ost: Kekypten, Garbylon, Potamien und Tarsien) und einige Stadtstaaten auf. Auch die Ufer dieser drei Lebensadern sind sehr fruchtbar.
| Nord-Süd-Ausdehnung | ~600 km |
|---|---|
| Ost-West-Ausdehnung | ~600 km |
Kekypten ist das Land westlich des Tigra bis zur Küste, so ist es fast vollständig von Wasser umgeben. An der Küste leben in kleinen, weit auseinanderliegenden Dörfern hauptsächlich Fischer. Im Hinterland halten sich Bauerndörfer, die den breiten Küstenstreifen so gut wie möglich nutzen. Ein Wegenetz aus Trampelpfaden verbindet die Dörfer miteinander.
Der Tigra ist ganzjährig gut befahrbar. Es ist ein friedlicher Fluss, der sich aus einem natürlich aufgestauten See nährt und daher einen sehr gleichmäßigen Wasserstand hat. Seine Ufer säumen neben Bauern- und Fischerdörfern auf dem schmalen, fruchtbaren Uferstreifen Treidelpfade. Auf diese Art wird die Verbindung zwischen den beiden Städten Alexanderon und Hetith gehalten.
Obwohl sie über ein stehendes Heer verfügen, sind die Kekypter wenig kriegerisch. Das autonome Mira-Kisch lassen sie gewähren solange von dort keine Bedrohung ausgeht, und von den Barbarenstämmen der Ehernen Steine halten sie sich fern. Und da große Strecken der Tigrisufer sumpfiges Gelände sind, müssen sich sich vor Feindem aus dem Osten fast genau so wenig fürchten wie vor jenen, die über das Meer kommen könnten.
Stattdessen sind sie findige Handwerker und talentierte Künstler. Die Monumentalbauen Alexanderons und vor allem Hetiths beeindrucken nicht nur durch ihre Größe sondern genau so durch ihre künstlerische Ausgestaltung.
| Hauptstadt | Alexanderon (Stadt der Wissenschaft) |
|---|---|
| Weitere Städte | Hetith (Stadt der Toten) |
Die Hauptstadt am südlichsten Zipfel des kekyptischen Reiches, Alexanderon, wirkt fast ein wenig isoliert, doch zieht es in erster Linie Wissenschaftler und Erfinder dorthin. Die Große Bibliothek von Alexanderon wirkt auf sie wie Licht auf Motten. Sie ist nicht nur ein einzelnes Haus, sondern umfasst ein weitläufiges Areal mit mehreren Gebäuden, unter anderem einer Ziggurath.
Ihre Wahrzeichen, die Kolosse von Alexanderon, sind gleichermaßen Tore und Bewacher des Hafens wie Glocken- und Leucht- und Wachtürme der Stadt.
Hetith im Norden liegt an der großen Handelsroute zwischen Mira-Kisch und Tarsa. Dennoch ist sie eher eine geisterhafte Stadt, denn sie beherbergt die vielen Gräber, Mausoleen und Friedhöfe, die ihr den Beinamen 'Stadt der Toten' bescherten. Ihre Bevölkerung ist vornehmlich mit zwei Dingen beschäftigt: Grabstätten fertigen und die Ruhe der Toten bewachen.
Die Handelsstraße führt südlich der Stadt über die Brücke der Händler. Auf ihr stehen zwei Reihen von Häusern und der Mittelstreifen ist eine einizige Markhalle aus Zelten aufgebaut. Sie überspannt den Tigra in zwei großen Bögen. Um den Pfeiler in der Mitte herum ist der Binnenhafen angelegt.
Es ist ein Reich von zahlreichen wehrhaften Nomadenstämmen, die vor allem in der Wüste zwischen Tigra und Euphris umherziehen. Ihre Städte sind sich stets verändernde, riesige Zeltdörfer, die meist von Sandwällen umringt sind und Brunnen, Oasen oder Kavernen mit Zisternen in ihrer Mitte beherbergen. Feste Bauwerke kennen sie jedoch kaum.
Der Euphris wird wie der Tigra von einem See in den Ehernen Steinen gespeist, doch ist er ganz und gar nicht friedlich. Es gibt Perioden, da trocknet er beinahe vollständig aus, dann wieder sorgt er für heillose Überschwemmungen. Und so bietet er stets ein beinahe unüberwindliches Hindernis, denn die Fluten stürzen plötzlich und lawinengleich herab. Sobald sie vorüber sind, hinterlassen sie eine tiefe Sumpflandschaft, in der ein unbedachter Wanderer schnell versinkt oder von giftigem Getier zu Tode gebissen wird.
| Hauptstadt | Aruk |
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| Weitere Städte | Ossur Pophis Fehnini |
Die Bevölkerung Potamiens zeichnet sich durch Gier und Machthunger aus. So überrascht es nicht, dass in jeder Stadt ein großer Sklavenmarkt zu finden ist, und der größte Teil der dort lebenden Menschen Sklaven sind. In diesem Reich, zwischen Euphris und Nal gelegen, geht es rauh zu, noch rauher als in den übrigen Düsterlanden.
Der Nal ist kaum weniger gefährlich als der Euphris. Seine Überschwemmungen sind zwar nicht so mächtig, auch verwandelt er sich nicht so komplett ein ein Sumpfgebiet, aber die in ihm lebende Tierwelt hat es in sich. Fische, die von einem Körper nach wenigen Augenblicken nur noch das Skelett übrig lassen, Krokodile, die einen Menschen mit einem Schnapp in zwei Hälften zerteilen, und andere große Tiere, die oft allein schon durch ihre schiere Masse gefährlich werden.
| Hauptstadt | Roxul |
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| Weitere Städte | Galingath Jeruphis Memsalem Fehsalem |
Dies ist wohl das geheimnisvollste Reich der Kalari. Alle mächtigen Positionen werden traditionell von Frauen ausgefüllt. Manche munkeln von dunkler Magie, doch können die Unfälle und Krankheiten, die ihre Widersacher und Nebenbuhler dahin raffen, auch purer, wenngleich ungemein hilfreicher Zufall sein. Wer hingegen in ihrer Gunst steht, kann sich der Pflege durch sanfte und wundersam wohltuender Hände hingeben.
| Hauptstadt | Tarsa (wie 1001 Nacht) |
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| Weitere Städte | Nemmereth (Zauberkönigin) Hezig |
Das Dschungelgebiet Shuariens erstreckt sich westwärts entlang des Großen Meeres, das auch Shempareths Reich genannt wird. Ein Fluss, der Amazinocco treibt ein breites Band, das als die Gladiolensümpfe bekannt ist, durch den Dschungel.
| Hauptstadt | Tikal (siehe "Legende von Eisen und Leder I", Abschnitt 0067) |
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| Weitere Städte | Bangladur Hai-Schang Ixmal |
Im Norden der Ehernen Steine erstreckt sich ein Steppengebiet, das teils flach, teils hügelig und teilweise von Wäldern durchzogen ist.
Meer, Ozean, Inseln
Dieses Archipel besteht aus ungefähr zwanzig Inseln. Manche davon tragen einen oder mehrere Vulkane. Eine Besonderheit ist das Egelische Meer. Es handelt sich dabei um ein größeres Becken inmitten der Inseln. Nur selten wagt ein Seefahrer die Durchquerung des Egelischen Meeres, lieber segelt er entlang der Inseln an dessen Rand.
| Hauptstadt | Mino (auf der Hauptinsel Minon) |
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| Weitere Städte | Egelis (siehe "Legende von Eisen und Leder I", Abschnitt 0081) Krika |